BESONDERE HILFEN

Besondere Hilfen sind individuell zugeschnittene Maßnahmen für Kinder, Jugendliche oder Familien.

Leistungen, Stundenumfang und Entgelt werden im Einzelfall vereinbart.

Familienrat

Der Familienrat ist eine Möglichkeit für Familien, ihr soziales Netzwerk zu aktivieren und selbständig Lösungen für schwierige Lebenssituationen zu finden. Diese Methode wird in der Kinder- und Jugendhilfe bundesweit angewendet. Sowohl im Vorfeld, als auch im Rahmen der Hilfeplanung führt sie zu einer Aktivierung und direkten Beteiligung der Betroffenen.

Der Familienrat wird während des gesamten Ablaufs von einer neutralen Person (Koordinator/in) begleitet. Dieser organsiert und moderiert den Prozess. Die rechtliche Verantwortung bleibt beim zuständigen Jugendamt. Die zuständige Fachkraft entscheidet über die fachliche Angemessenheit der Hilfeform und ist für die Überprüfung der Umsetzung verantwortlich.

Für den Einsatz der Methode bedarf es die Zustimmung der Sorgeberechtigten. Die rechtlichen Grundlage ist vorrangig aus §§16 und 36 SGB VIII herzuleiten.

Das Kosten- und Leistungsangebot erhalten Sie auf Anfrage.

Mehr Informationen unter
Flyer Familienrat

DAS SCHÖNZEITHAUS

Lotta zieht um

Als Lotta aus der Krachmacherstraße gerade fünf Jahre alt geworden war, wachte sie eines Morgens auf und hatte schon von Anfang on schlechte Laune. Sie hatte geträumt, was sie ärgerte. Da kam ihre Mama ins Zimmer. ,,Es ist ein wahres Glück, dass ich meine kleine Lotta habe“, sagte sie. ,,Sonst wäre ich den ganzen Tag hier alleine.” ,,Ja, es ist ein wahres Glück, dass du mich hast“, sagte Lotta dann. „Sonst könntest du einem wirklich leidtun.” Aber das sagte sie nicht jetzt, nicht an diesem Morgen, als sie böse war. Als sie sich dann anziehen sollte, brachte Mama den weißen Pullover, den Oma für Lotta gestrickt hatte. “Den nicht” sagte Lotta. ,,Der kratzt und pikst.” „Der kratzt und pikst bestimmt nicht“, sagte Mama. ,,Fühl mal, wie weich und mollig er ist.“ ,,Nein, der kratzt und pikst“, sagte Lotta, ohne zu fühlen . ,,Ich will mein Samtkleid anziehen“. Während Lotta weiter vor sich hin meckerte , ging die Mutter in die Küche hinunter. ,,Lotta, du kommst wohl gleich herunter und trinkst deinen Kakao“, rief Mama unten an der Treppe. ,,Denkst du“, murmelte Lotta auf ihrer Bettkante. ,,Antworte doch, Lotta!”, rief Mama. ,,Willst du Kakao trinken oder nicht? “ Jetzt war Lotta ganz zufrieden. Sie dachte nicht daran zu antworten , und sie fand es schön, dass sie nicht antwortete wenn Mama rief. Nach einer Weile nahm Lotta ihren Teddy und ging ganz langsam zu ihrer Mutter in die Küche. ,,Ich werde mal sehen was ich tue”, sagte Lotta zum Teddy. ,,Sieh mal an, da ist ja Lotta“, sagte Mama. Lotta blieb stehen und maulte immer weiter, damit Mama nicht dachte, sie sei etwa nicht mehr böse. Schließlich sagte Lotta: ,,Ich kann ein bisschen Kakao trinken, wenn es durchaus sein muss.“ ,,Nein, es muss nicht durchaus sein.” sagte Mama. ,,Und vor allem zieh dich erst mal an!” Nun war Lotta ja schon ziemlich böse gewesen, aber jetzt wurde sie richtig wütend. Oh wie war Mama dumm! Kein Kleid bekam man anzuziehen, bloß einen ekligen Pullover, der kratzte und pikste, und nun bekam man auch nichts zu essen! ,,Du Dumme”, schrie Lotta und stampfte mit dem Fuß auf. ,,Nun ist es aber genug Lotta’; sagte Mama . Geh hinauf ins Kinderzimmer, und bleib da, bis du wieder artig bist.” Da begann Lotta zu brüllen, dass man es sogar bei Tante Berg im Nachbarhaus hören konnte …

Viele wissen, wie die Geschichte weiter geht. Lotta zerschneidet in ihrer Wut den Kratzpullover und versteckt ihn dann im Mülleimer. Sie bekommt Angst, weil man das ja nicht darf. Aber in ihrer Wut ist natürlich die Mama Schuld an allem. Sie schreit und weint und tobt so lange, bis ihre Mama alleine zum Einkaufen geht. Lotta sitzt alleine auf dem Fußboden und schreit, solange sie kann. Dann wird sie still und beginnt zu überlegen: Es würde so kommen, sagte sich Lotta, dass sie ihr ganzes Leben lang im Kinderzimmer sitzen musste bloß wegen dieses Pullovers. Alle anderen gingen einkaufen und in die Schule oder hatten etwas anderes Schönes vor, aber Lotta musste ganz alleine ohne Kleid mit dem Teddy im Kinderzimmer auf dem Fußboden sitzen. ,,Da ist es schon besser, wir gehen weg“, sagte Lotta zum Teddy. „Wir können wo anders besser eine schöne Zeit haben“. „Ich bin wek esogen. Kukt im Papirkorp” … , schrieb Lotta auf einen Zettel.
(Astrid Lindgren)

“Lotta zieht um” … ins Dachkämmerchen zu Tante Berg und nimmt sich eine “Schönzeit”. Viele Situationen im Zusammenleben mit unseren Kindern erinnern uns an Lotta. Vielleicht gibt es eine Tante Berg, die “beim nächsten zerschnittenen Pullover” mal eben für eine Auszeit zur Verfügung steht. Vielleicht aber auch nicht. Für diesen Fall gibt es das Schönzeithaus der Villa Kunterbunt in Kooperation mit Traumstart e.V.

Der Abstand zum Alltag und ein Blick von Außen ermöglichen andere Sichtweisen.

Mehr Informationen unter
Flyer Schönzeithaus
www.traumstart-ev.de

 



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