WOHNGRUPPEN

Unser Angebot setzt sich aus einer familienorientierten Wohngruppe und einer Schichtdienstgruppe zusammen, in der wir auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufnehmen. In der familienorientierten Wohngruppe leben vier Kinder ab dem Vorschul- und Grundschulalter zusammen mit einer pädagogisch ausgebildeten Fachkraft. Eine weitere pädagogische Fachkraft arbeitet in jeder Gruppe mit. Die Schichtdienstwohngruppe wird von sechs Jugendlichen bewohnt.

Wohngruppe Birkenlund
 
Kurzbeschreibung

Im Familiengruppenhaus leben vier Kinder ab dem Vor- und Grundschulalter zusammen mit einer pädagogisch ausgebildeten Fachkraft. Eine weitere pädagogische Fachkraft arbeitet in der Familiengruppe mit.

Unsere Zielgruppe

Wir betreuen Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und Verhaltensauffälligkeiten, die langfristig oder auf Dauer außerhalb ihrer Herkunftsfamilie leben müssen. Die Kinder bleiben so lange in unserer Einrichtung, bis sie in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren können oder eine sich anschließende adäquate Betreuungsform (Pflegefamilie, Tageseinrichtung etc.) in Anspruch genommen werden kann. Die Kinder und Jugendlichen können auch bis zu ihrer Verselbständigung, einem Schul- bzw. Ausbildungsschluss bei uns leben. Wir vermitteln Kindern, neben der Geborgenheit und dem sozialen Lernfeld der Heimfamilie, vielfältige Lernanreize und praktische Kenntnisse, die sie befähigen, später selbstverantwortlich ihr Leben zu gestalten.

Unser pädagogisches Handeln

Wir streben eine familiennahe Erziehung an. Die Heimfamilie besteht aus den Kindern und einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin, die von einer pädagogischen Fachkraft in ihrer Arbeit unterstützt werden. Somit können wir den Kindern in einer intimen Lebensgemeinschaft Schutz- und Entfaltungsraum geben.
Unser pädagogisches Handeln vollzieht sich in nicht immer planbaren und vorhersehbaren Alltagssituationen. Erziehung geschieht durch Gefühle, sich aufeinander einlassen, miteinander tun, zuhören und sich verständigen.
Zu den Alltagssituationen gehören für die Kinder nicht immer einsehbare Tätigkeiten wie Aufräumen, Mithelfen, Essen, gemeinsame Unternehmungen, Gartenbau und Ernte. Das Aushalten der Eigenarten der Gruppenmitglieder, sich aufeinander verlassen können, sich streiten und sich einigen, stellen soziale Lernprozesse dar, die nicht immer leicht fallen.

Unser Ziel ist es dem Kind zu helfen, für seine Verletzungen und Beeinträchtigungen Heilung zu finden bzw. mit ihnen in einer sozial verträglichen und für das Kind zufrieden stellenden Weise leben zu lernen. Hierbei aktivieren wir das bei jedem Kind vorhandene positive Potential und fördern die individuellen Fähigkeiten. Diese Förderung umfasst den emotionalen, sozialen, motorischen, kognitiven und Glaubensbereich.

Die kleinen Lebensgemeinschaften mit geschlechts- und altersgemischter Gruppenstruktur bieten die Chance, die eigenständige Persönlichkeit des Kindes in seinem sozialen Umfeld zu kräftigen und seine individuellen Möglichkeiten bestmöglich zu fördern. Wir geben Geborgenheit, Schutz, Wärme und dadurch Rückhalt und Sicherheit.

Wir fördern die Integration der uns anvertrauten Kinder in die dörfliche Gemeinschaft. Über den Besuch von Kindergarten und Schule hinaus werden nachbarschaftliche Kontakte gepflegt und Zugehörigkeiten zu sportlichen und kulturellen sowie kirchlichen Gruppen angestrebt.

Unsere MitarbeiterInnen

Die Arbeit in der Villa Kunterbunt erfordert MitarbeiterInnen mit fachlicher Kompetenz und hoher Belastbarkeit, die es verstehen, ihre Qualifikation und das daraus resultierende Wissen mit Zuneigung und Wärme zu verbinden. In unseren Häusern leben MitarbeiterInnen mit einer pädagogischen Ausbildung, die von einer weiteren pädagogischen Fachkraft unterstützt werden.

Dadurch bieten wir unseren Kindern die Chance, ein familienorientiertes System zu erleben. Die Arbeitszeit orientiert sich an der Bereitschaft, dienstliche Angelegenheiten und persönliche Bedürfnisse eng miteinander zu verknüpfen. Die Arbeit bei uns erfordert ein hohes Maß an Engagement. Die Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder haben Priorität. Die angestrebten Erziehungsziele können nur mit einer höchstmöglichen Konstanz der Bezugspersonen verwirklicht werden.

Der Elternkontakt

Zu einem ersten Elternkontakt kommt es dann, wenn wir es gegenüber dem Kind verantworten können. Der Elternkontakt wird stufenweise aufgebaut. Zu Beginn können sich die Eltern telefonisch nach dem Befinden ihres Kindes erkundigen. Nach einer Zeit der Eingewöhnung findet ein ausführliches Gespräch zwischen den Eltern und uns statt. Ist nach dem Elterngespräch, nach Gesprächen mit dem Kind bzw. nach Einschätzung der MitarbeiterInnen ein erster Kontakt vertretbar, erfolgt der erste Elternbesuch in unserer Einrichtung. Nach einem positiven Verlauf regelmäßiger Kontakte und Besuche sind Tages-, Wochenend- oder Ferienbeurlaubungen zu den Eltern möglich. Wir bieten den Eltern regelmäßige Gesprächsrunden zum Austausch, zur Information und Beratung.

Die Aufnahme

Die Aufnahmeentscheidung treffen die MitarbeiterInnen der Heimfamilie. Da das Kind nach der Unterbringung rund um die Uhr mit unseren MitarbeiterInnen zusammenlebt, muss ein Kontakt vor der Aufnahme stattfinden. Nach diesem ersten Kontakt steht den Beteiligten eine angemessene Zeit zur Entscheidungsfindung zur Verfügung.

Es besteht auch die Möglichkeit, dem Kind ein Probewochenende zum gegenseitigen kennen lernen einzuräumen. Mit der Aufnahme in ein Familiengruppenhaus wollen wir bisherige Beziehungen ruhen lassen, um dem Kind die Möglichkeit zu geben, sich ganz auf das neue Beziehungsgefüge zu konzentrieren.

Die Entlassung

Wir streben an, den Kindern bzw. Jugendlichen nach der Entlassung bis zur sicheren Integration in ihr neues Umfeld umfangreiche Hilfestellungen in Form eines beratenden Angebotes oder betreuten Einzelwohnens anzubieten.
Durch eine verstärkte Elternarbeit, regelmäßige Gespräche, die Reflexion des zunehmenden Kontakts und der Besuche festigen wir gemeinsame Entwicklungsschritte und unterstützen einen gelingenden Rückführungsprozess. Ist ein Jugendlicher bis zur Verselbstständigung bei uns, planen wir gemeinsam die notwendigen Schritte, leiten den Jugendlichen an eigne Belange selbst zu organisieren und üben notwendige Fertigkeiten Schritt für Schritt ein.
Es ist uns ein Anliegen auch nach der Entlassung für unsere Kinder und Jugendlichen ein Heimathafen zu bleiben, an den sie sich wenden können.



Kontakt: Wohngruppe Birkenlund

Rembrandtweg 1
76646 Karlsdorf-Neuthard
birkenlund@vkunterbunt.de
Telefon (07251) 3220 484

Wohngruppe Lönneberga
 
Kurzbeschreibung

Am 01. Februar 2016 haben wir unsere sechser Wohngruppe Lönneberga eröffnet. Bei Lönneberga handelt es sich um eine Schichtdienstgruppe, die zu Beginn vornehmlich unbegleitete minderjährige Ausländer (UMF) betreut. Hiermit ergänzen wir unser Angebot der Auswahl und Beratung von Gastfamilien in diesem Bereich. Nach dem anfänglichen Fokus auf den Erwerb der deutschen Sprache und der verstärkten interkulturellen Arbeit, werden wir in die Gruppe deutsche Kinder und Jugendliche aufnehmen und Integration im Alltag leben.

Unsere Zielgruppe

In unserer Wohngruppe leben aktuell unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die eine langfristige Betreuung bis zu ihrer Verselbstständigung oder einem Familiennachzug benötigen. Unser Ansinnen ist es, Kindern und Jugendlichen, unabhängig ihrer Herkunft, ein zu Hause zu bieten, in dem sie sich sicher und geborgen fühlen. Dies beinhalten ebenso die Aufnahme deutschstämmiger Kinder und Jugendliche, die einen Bedarf zur Betreuung in einem strukturierten Rahmen mit den notwendigen pädagogischen Hilfestellungen haben.

Unser pädagogisches Handeln

Unser Anliegen ist es, die Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in unsere Gesellschaft und ein selbstständiges Leben zu begleiten. Dabei sind uns vor allem Respekt und Toleranz im Zusammenleben in der Gruppe sowie die Vermittlung von Werten und Normen wichtig. Wir nehmen die Sorgen und Nöte unserer Kinder und Jugendlichen ernst und beziehen kulturelle Unterschiede in unseren gemeinsamen Alltag ein.
Zunächst gilt es den Kindern und Jugendlichen nach traumatischen Erfahrungen in ihrem Heimatland und auf der Flucht, einen geschützten Raum zu bieten, in dem sie Schritt für Schritt zur Ruhe kommen sowie ein Gefühl der Sicherheit und des „Angekommen-Seins“ entwickeln können.
Im Zuge ihrer kulturellen Prägung und nicht-altersgemäßen Lebensereignisse entwickeln die Jugendlichen zum Teil ein ausgeprägtes Bedürfnis an Autonomie und Selbstbestimmung. Ein Leben in einer Gastfamilie mit den damit einhergehenden gegenseitigen Erwartungen und der Bindungsqualität einer Familie, ist nicht für jeden Jugendlichen ein wünschenswerter Lebensmittelpunkt.
Ihre Grundbedürfnisse mit den Regeln und Normen unserer Gesellschaft in Einklang zu bringen und die Kindern und Jugendlichen zu unterstützen, ohne sie zu bevormunden, sehen wir als unsere Aufgabe.
Einen strukturierten Rahmen und planbaren Alltag zu schaffen, der Sicherheit und Bindung vermittelt ist nicht nur für Jugendliche aus fernen Ländern ein wichtiger Grundstein auf ihrem weiteren Lebensweg. Angekommen in der deutschen Gesellschaft ergeben sich altersspezifische Herausforderungen in der persönlichen Entwicklung, die sich zwar individuell unterscheiden, jedoch im Grunde den Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft gemein sind.
Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg die helfende Hand zu reichen, für sie ein sicherheitsgebender Anker über alle Hürden der Entwicklung hinweg zu sein und gemeinsam den Grundstein für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben als Erwachsener zu legen, ist unsere Bestreben.

Unsere MitarbeiterInnen

Die Arbeit in der Villa Kunterbunt erfordert MitarbeiterInnen mit fachlicher Kompetenz und hoher Belastbarkeit, die es verstehen, ihre Qualifikation und das daraus resultierende Wissen mit Zuneigung und Wärme zu verbinden. Eine klare Haltung im Sinne unserer angebotsübergreifenden Werte ist Ausgangspunkt der Arbeit. Die MitarbeiterInnen geben den Kindern und Jugendlichen in all ihren Lebensphasen das Gefühl für sie da zu sein, reichen ihnen die Hand und bieten Sicherheit. Das Interesse an kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden, sowie ein Fingerspitzengefühl im Umgang mit der Wertekultur sind uns wichtig.
Unsere Wohngruppe wird im Schichtdienst betreut, wobei wir uns am Bedarf der jungen Menschen orientieren. Trotz des täglichen Wechsels der Bezugspersonen bieten wir den Kindern und Jugendlichen ein zu Hause mit persönlicher Bindung. Die MitarbeiterInnen verstehen sich als Teil der Gemeinschaft und gehen den Alltag und die Integration gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen an.

Kontakt zu Eltern und Verwandten

Den Kontakt zu den Eltern gestaltet wir in der Wohngruppe Lönneberga ebenso, wie in den familienorientierten Wohngruppen.
Kontakte zur Familie, die sich im Heimatland oder ebenfalls auf der Flucht befindet, unterstützen wir aktiv. Lässt es die Situation zu, nehmen wir mit den Eltern Verbindung auf und informieren sie über die Situation ihres Kindes in Deutschland und unserer Einrichtung. Die Erlaubnis der Eltern für das Leben in der Wohngruppe zu erhalten ist für die jungen Menschen ebenso wie für uns von großer Bedeutung.
Besuche und Kontakte zu Verwandten, die ebenfalls in Deutschland leben, begleiten wir zunächst, um einen Eindruck von deren Lebensumfeld zu erhalten. Der Austausch mit und die Unterstützung von Verwandten in der Erziehung der Kinder und Jugendlichen ist unser Anliegen.



Kontakt: Wohngruppe Lönneberga

Im Mittelgewann 5
76646 Karlsdorf-Neuthard
loenneberga@vkunterbunt.de
Telefon (07251) 9378 917

 



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